Dirigentin

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Unsere Dirigentin: Holly Hyun Choe

Holly Hyun Choe (*1991) wurde in Korea geboren und wuchs in Los-Angeles, Kalifornien, auf. Seit September 2018 ist sie die musikalische Leiterin des Orchestervereins Wiedikon.

Seit 2019 leitet sie zudem das Alumni-Sinfonieorchester der Universität St. Gallen.

Holly Hyun Choe ist Studentin von Johannes Schlaefli und Olaf Storbeck an der ZHdK. Während ihrer Ausbildung besuchte sie Meisterklassen von Bernhard Haitink, Jorma Panula, Peter Eötvös, Sylvya Caduff, Simone Young, Jaap van Zweden und Nicholas Pasquet. Im Januar 2019 gab sie als Gastdirigentin mit dem dänischen Sönderjyllands Symfoniorkester ihr europäisches Debut. Im September 2020 dirigierte sie in der Alten Oper Frankfurt das Ensemble Reflektor mit einem Beethoven Programm zur 250 – Jahr- Feier.

In der Saison 20/21 ist Holly Choe die Assistenzdirigentin des Tonhalle-Orchesters unter der Leitung von Paavo Järvi. Zudem ist sie Stipendiatin des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats und erhielt einen „Career Assistance Award“ der Solti Foundation in den Vereinigten Staaten. Sie ist Preisträgerin des Marin Alsop Taki Concordia Conducting Fellowship und last, but not least, Teilnehmerin im Mentoringprogramm der Peter Eötvös-Stiftung in Budapest.

Als jemand, die Vielseitigkeit in ihrer Arbeit schätzt, hat Holly Hyun Choe schon mit sehr verschiedenen Orchestern gearbeitet. Zudem hat sie an einer Reihe von Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten mitgewirkt. Als Praktikantin war sie an Konzerten mit Filmmusik von Hans Zimmer, Michael Giacchino, Alan Silvestri, John Powell und anderen Hollywood Filmkomponisten beteiligt.

„Unter den neun besagten Dirigenten stechen drei hervor: die US-Koreanerin Holly Choe (Sparsamkeit der Gestik, aber große und weite Gesten, wenn nötig; dirigiert mit dem Blick, sehr gute Wahl der Tempi und Nuancen), die Österreicherin Katarina Wincor (…) und die Norwegerin Tabita Berlung (…). Drei Dirigentinnen! Drei Namen, die man sich merken und aufs Programm nehmen sollte.“ (Séverine Garnier über die Teilnehmer/innen an der Gstaad Conducting Academy 2018)

Holly Hyun Choe ist es ein grosses Anliegen, Musik auch ausserhalb des Konzertbetriebs zu verwenden. So unterrichtete sie sieben Jahre in amerikanischen Sommermusikcamps und gab eine Reihe von Mini-Dirigier-Workshops für ein breites Publikum. Zudem war sie Gastkünstlerin am Isabelle Stewart Gardner Arts Museum in Boston. In Zukunft möchte sie einen Beitrag dazu leisten, wie Musik für Heilung und Pflege eingesetzt werden kann. Sie ist überzeugt davon, dass Musik die Welt zum Guten verändern kann.

https://www.hollyhyunchoe.com

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Für unser Orchester ist die Zusammenarbeit mit jungen internationalen Dirigenten sehr wichtig und spannend, sie gibt uns immer wieder neue Anregungen und Impulse.

Der Orchesterverein Wiedikon wurde über 10 Jahre durch Christopher Whiting, Geiger an der Tonhalle Zürich und Absolvent der Dirigentenkurse in Aspen, musikalisch geleitet. Nach dieser engen und wertvollen Zusammenarbeit wechselte er von unserem Streichorchester zu den Winterthurer Symphonikern. Mittlerweile dirigiert er regelmässig die Kinder- und Jugendkonzerte des Tonhalle-Orchesters und ist musikalischer Leiter des europäischen Ärzteorchesters.

In der Spielzeit 2010 leitete der in Schottland geborene Gordon Bragg, Masterabsolvent in der Klasse von Johannes Schlaefli, unser Orchester sehr erfolgreich.

2011 konnten wir zwei spannende Programme unter der Leitung des irischen Dirigenten Cirián McAuley verwirklichen.

In der Saison 2011/2012 dirigierte Fergus McLeod das Orchester Wiedikon, bevor er seine neue Herausforderung am Royal Conservatoire of Scotland übernahm. Mittlerweile ist er Dirigent an der English National Opera.

Vier wunderbare Konzerte, von 2012 bis 2014, konnten wir mit Eduardo Strausser spielen. Er übernahm im August 2014 die Stelle des Ersten Kapellmeisters des Opernhauses Sao Paulo.

Von 2014 bis 2018 leitete Jonas Ehrler mit viel Geduld und grossem Enthusiasmus unser Orchester. Er hatte tolle Ideen für die Programme und fand immer wieder auch unkonventionelle Stücke; die Konzerte dirigierte er mit Bravour und grosser Musikalität. Highlights waren die Projekte zusammen mit dem Wettinger Singkreis.